Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg 1:1 (1:0)

Samstag, 19.10.2013, 11:45 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam, Bundesliga (6. Spieltag, 1. Liga, Frauen)

Zuschauer_innen: 3060 (offiziell)

cg-f078

Von einem Spitzenspiel zum nächsten. Diesmal allerdings einige Ligen höher und viel mehr Spitzenspiel geht wohl kaum. Immerhin gehören beide Teams mindestens zu den besten vier Europas, wenn nicht der Welt. Das noch sehr junge Team der Gastgeberinnen setze dabei die Triple-Gewinner_innen aus Wolfsburg mir seiner aggressiven Spielweise von Beginn an stark unter Druck und ging zurecht in Führung. Irgendwann ließen dann aber die Kräfte nach und bei Wolfsburg blitzte die individuelle Klasse der Spielerinnen auf. Vor allem Alexandra Popp wirkte in beeindruckender Weise physisch präsent und ich erwischte mich bei dem Gedanken, dass ein Team, in dem nur Alexandra Popps auf dem Feld stehen, wahrscheinlich schwer zu schlagen wäre. Achja, apropos schlagen. Diese Trommel-Freaks auf der Tribüne bei Turbine nerven wirklich ohne Ende. Nicht nur ist ihr Liedgut altbacken und die Art wie sie es vortragen von dem Gegenteil von Euphorie geprägt, sie pöbeln auch zwischen ihren semi-musikalischen Einlagen in einer von jeglicher Fachkenntnis völlig unbeleckten Art und Weise, wie sie selbst in der Kreisliga fehl am Platz wäre. Da kann einer_m sogar an so einem guten Spiel die Lust vergehen aber mal echt.

F#078

Song zum Spiel: Wolves in the Throne Room – „Queen of the Borrowed Light“

Continue reading

Tennis Borussia Berlin – BSV Eintracht Mahlsdorf 2:1 (2:0)

Freitag, 18.10.2013, 19:30 Uhr, Mommsenstadion, Berlin, Berlinliga (11. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 526 (offiziell)

cg-f077

Zurück aus Wien ging es nach ein paar Tagen Zwangspause gleich mit einem echten Knaller weiter. Tennis Borussia erwartete nämlich mit Eintracht Mahlsdorf einen der Ligafavoriten zum Spitzenspiel. Schon Wochen vorher war die Werbetrommel für die Begegnung gerührt worden und so kamen tatsächlich über 500 zahlende Gäste zu dem Freitagabendspiel unter Flutlicht. Auch auf dem Rasen hielt das Spiel, was das Wort „Spitzenspiel“ verspricht und das am Ende sogar noch das richtige Team als Sieger vom Platz ging, ist natürlich umso besser. Spielentscheidend war wieder einmal Micha Fuß, der das 1:0 nach einer Ecke per Kopf erzielte und das 2:0 mit einem Freistoß ans Gebälk vorbereitete. TeBe machte lange nicht mehr so viel Spaß wie in dieser Saison.

F#077

Song zum Spiel: John Newman – „Love me again“

Continue reading

First Vienna FC – FC Mariahilf 1:1 (1:0)

Samstag, 13.10.2013, 16 Uhr, Stadion Hohe Warte (Nebenplatz), Wien, Landesliga (7. Spieltag, 3. Liga, Frauen)

Zuschauer_innen: 30

cg-f076

Wien ist ganz schön groß – zumindest wenn mensch zu Fuß unterwegs ist. Die Vienna spielt im 19. Bezirk, auch bekannt als Döbling. Endlich dort angekommen, blieb gerade noch Zeit, um den japanischen Garten neben dem Stadion zu besichtigen und einen Blick ins Stadion zu werfen. Wirklich sehenswert, auch wenn das ehemals größte Stadion Europas nicht mehr das ist, was es mal war. Dennoch würde ich gerne nochmal hierher kommen, wenn hier endlich mal wieder eine deutlich fünfstellige Zahl Zuschauer_innen zu Gast ist. Das Spiel der Vienna-Frauen fand jedoch auf einem Kunstrasennebenplatz neben dem Stadion statt. Die Tatsache jedoch, dass wir das Spiel von einem anderen Nebenplatz aus, der oberhalb dieses Platzes lag, aus ansahen, entschädigte dafür beinahe und das auch tatsächlich einige Leute da waren, war auch eine nette Überraschung. Der Geheimtipp, dass Vienna in der zweiten Hälfte immer besser wäre als in der ersten, war eine ziemliche Niete, denn der Ausgleich fiel kurz vor Schluss. Dennoch ein guter Abschluss für den Wientrip.

F#76

Song zum Spiel: Falco – „Vienna Calling“

Continue reading

SV Vorwärts Brigittenau – WBC IX 2:0 (0:0)

Samstag, 13.10.2013, 10:30 Uhr, WAF Gruabn, Wien (Österreich), 1. Klasse B (7. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 60 (offiziell)

cg-f075

Brigittenau ist der 20. Bezirk Wiens und dieser liegt – auch wenn sich das mathematisch jetzt nicht so automatisch erschließt – gleich neben dem 9. Bezirk, aus dem die Gäste an diesem Spieltag kamen. WBC steht übrigens für „Wiener Bewegungssportclub“, wobei Bewegungssport bestimmt in Abgrenzung zu Schach, Doppelkopf und Hallenhalma gedacht ist. Die Gastgeber sind eigentlich nur die Nummer 2 in Brigittenau. Die Nummer 1 ist der Verein WAF alias „Wiener Athletik Fußball“, nach denen der Platz benannt ist und der 1914 immerhin mal österreichischer Meister war. Nach dem Tod eines eher halbweltlichen Präsidenten in den Neunziger Jahren wurde der Verein aus finanziellen Gründen abgewickelt und kehrte erst 2010 wieder zurück in den Spielbetrieb, wo er gegenwärtig in der Oberliga B, also eine Liga höher als Vorwärts spielt. Eine große Rivalität scheint es ohnehin nicht zu geben. Immerhin teilen die Vereine sich ja auch Sportplatz und Vereinsheim. Der Sportplatz liegt tatsächlich in einer Art Grube oder Gruabn und ist umgeben von einem windschiefen Wellblechzaun, der wiederum von etwas altersschwachen Mietskasernen umgeben ist. Ich konnte sofort nachvollziehen, warum ein Local mir erzählt hatte, dieser Platz seiner der charmantesten Wiens.

Das Spiel war dann wie zu erwarten auf Berliner Kreisliganiveau, aber dennoch vergleichsweise fair. Der Schiedsrichter hingegen schien mit Peter Lustig geduscht zu haben. Der Elfmeter, den er den Gastgebern zusprach und den diese faierweise in den Himmel über Wien jagten, war wirklich lächerlich. Wenn es in der Situation ein Foul gegeben haben sollte, was zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist, dann war das immer noch deutlich außerhalb der Sechzehners. So etwas habe ich bislang echt selten miterlebt. Wirklich sehenswert waren eigentlich nur zwei Spieler – einmal Ivica Stanic bei Vorwärts, der nicht nur durch seine grauen Haare, sonderna uch durch seine für diese Spielklasse viel zu gute Ballbehandlung auffiel. Wenn meine Recherchen richtig sind, hat er wohl tatsächlich mal Anfang der Neunziger für den Wiener Sportclub Bundesliga gespielt. Zuzutrauen wäre es ihm von Alter und Technik her allemal. Auf der Gegenseite hingegen war der ebenfalls schon reichlich in die Jahre gekommene Sener Altunas, ein Schlitzohr, das mit wirklich allen Wasser gewaschen ist und allein in diesem Jahr schon beim vierten Verein spielt. Scheint nicht unbedingt der einfachste Typ Spieler zu sein, aber er macht offenbar noch immer seine Tore und dafür sind Stürmer_innen ja da…

Nach dem Spiel ging es dann weiter Spazieren auf der Donauinsel und Kaffee trinken im Café einer Galerie in einem Park, um die Zeit bis zum zweiten Spiel des Tages herumzukriegen. Groundhopping ist schon ein seltsames Hobby…

F#075

Song zum Spiel: Wu-Tang Clan – „Gravel Pit“

Continue reading

Wiener Sportklub – 1. SC Sollenau 2:3 (1:0)

Samstag, 12.10.2013, 18 Uhr, Sportclub-Platz, Wien (Österreich), Regionalliga Ost (11. Spieltag, 3. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 1191 (offiziell)

cg-f074

Da an dem Wochenende, an dem ich in Wien war, die obersten zwei Ligen der Männer Spielfrei hatten, war ein Spiel in der Regionalliga schon das höchste der Gefühle. Da aber der Sportklub und vor allem die legendäre Friedhofstribüne ohnehin auf der Liste, der abzuhakenden Fußballerlebnisse standen, passte das schon. Die unerwartet steile Tribüne und der ebenfalls unerwartet steile Friedhof dahinter sind auch wirklich eine Attraktion wie auch sonst das ganze Stadion mit seiner doch eigenwilligen Architektur und dem kubischen Wohnbau, der direkt ans Feld grenzt und von dessen Balkons aus die Nachbar_innen dem Spiel folgten. Das über alledem auch noch ein kompletter Regenbogen schwebte, machte das Erlebnis beinahe unwirklich kitschig.

Das Spiel war durchaus auf solidem Berlinliganiveau, der Support dagegen eher sparsam – wobei die Gesänge über Tannen und Berge, die sich der Gästekeeper Weidi anhören musste, mich schon zum lachen brachten. Am Ende war ich jedoch froh, dass der Sportklub nicht mein Verein ist, denn wenn ein Team, dem ich mit dem Herzen folge, sich so desolat präsentieren würde wie der WSK an diesem Tag gegen den Abstiegskandidaten aus Niederösterreich, dann wäre ich echt fuchsteufelswild geworden. Auch so entfuhr mir schon der eine oder andere wüste Fluch. Wie kann ein Team 2:0 führen und sich dann in weniger als einer Halbzeit so dermaßen die Butter vom Brot nehmen lassen und in der Nachspielzeit noch das 2:3 kassieren? Dass der Trainer umgehen das Handtuch warf, kann ich nachvollziehen und halte für richtig. Prompt gab es für den Sportklub, der inzwischen die rote Laterne von Sollenau übernommen hatte, am nächsten Spieltag gleich einen 3:0 Auswärtssieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Aber das ist eine andere Geschichte – genau wie die vom Rest des Abends im The Flag, der Fankneipe in den Innereien der Friedhofstribüne…

F#074

Song zum Spiel: Ween – „The Rainbow“

Continue reading

SV Tasmania Berlin – Tennis Borussia Berlin 3:3 (2:1)

Sonntag, 06.10.2013, 14 Uhr, Werner-Seelenbinder-Sportpark, Berlin, Berlinliga (10. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 334 (offiziell)

cg-f073

Ein einziges Hin und Her war das. Dreimal ging Tasmania, besser bekannt als schlechtester Bundesligist aller Zeiten, in Führung. Dreimal glich TeBe wieder aus, wobei Micha Fuß gleich zweimal traf. Rein von den Chancen her wäre aber auch noch mehr drin gewesen, denn beide Teams waren in der Offensive um Längen besser als im Rückwärtsgang. Gegen Ende der ersten Hälfte zeigte Tasmanias Schlussmann Schelenz allerdings eine wunderschöne Flugeinlage, wie sie sonst unterhalb des Profifußballs selten zu sehen ist. Am Ende war es ein gerechtes Ergebnis, aber mit gerechten Ergebnissen ist ja meist niemand so richtig zufrieden…

Der Werner-Seelenbinder-Sportpark ist übrigens durchaus idyllisch gleich neben dem Tempelhofer Feld gelegen und verfügt auf beiden Gerade über mehrere Steinstufen, auf denen sogar teilweise Sitzschalen montiert sind. Ob es am Wimbledon-Charme des Grounds lag, dass der Support auf beiden Seiten eher verhalten ausfiel – wobei es mich doch überraschte, dass Tasmania überhaupt so etwas wie Fans hat – oder ob es am allgemeinen Sonntagskater lag, entzieht sich meiner Kenntnis. Nach dem Spiel ging es jedenfalls zu Fuß Richtung Sonnenallee ins Azzam, wo es bekanntermaßen das beste Hummus Neuköllns gibt. Der Schwarztee dort war übrigens auch um Längen besser als der labberige Kaffee bei Tasmania.

Achja, und Besuch aus Hamburg war auch da (siehe Song zum Spiel)…

F#073

Song zum Spiel: Liga der gewöhnlichen Gentlemen – „Der fünfte Four Top“

Continue reading

Ferencvárosi TC – Újpest FC 3:1 (1:1)

Sonntag, 22.09.2013, 16:30 Uhr, Puskás Ferenc Stadion, Budapest, Nemzeti Bajnokság I (8. Spieltag, 1. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 22.094 (offiziell)

cg-f072

Nur drei ungarische Vereine konnten dabei bisher 20 oder mehr Titel erringen. Zwei von ihnen, Ferencváros und Újpest, sollten an diesem Sonntag im Budapester Derby aufeinandertreffen. Ferencváros gilt als größter, populärster und erfolgreichster Club des Landes, Újpest dagegen immerhin als der älteste noch existierende. Das Budapester Derby wurde bereits unzählige Male ausgetragen, das heutige Spiel war dennoch ein besonderes, weil es das erste reguläre Liga-Derby im Puskás Ferenc Stadion war, in dem Ferencváros während des Umbaus des heimischen Stadion Albert Flórián seine Heimspiele austrägt.

Bereits weit mehr als eine Stunde vor Anpfiff war das wunderschöne Stadion gut gefüllt. Überraschend für mich war, dass auch der Gästeblock sich zusehends füllte. Trotz mäßiger Ungarischkenntnisse hatte ich der Tagespresse entnehmen können, dass die organisierten Ultragruppen bei Újpest das Spiel boykottieren wollten, um gegen die Einführung einer Fankarte ähnlich der Karta Kibica in Polen zu protestieren – ein Anliegen, das ich als durchaus verständlich empfinde. Es waren auch tatsächlich keine Gruppenbanner im Block zu erkennen und eine wirklich Choreo gab es – von einer Schalparade abgesehen – auch nicht. Ob die Ultras von Újpest nun wirklich nicht vor Ort waren oder ob doch zumindest einige von ihnen „privat“ angereist waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Support der vielleicht Tausend Leute im Gästeblock war jedoch zumindest zu Beginn des Spiels durchaus respektabel.

Wenn der Gästesupport jedoch respektabel war, dann war das, was die Heimseite darbot Ehrfurcht gebietend. Schon die Choreo über die gesamte Kurve zum Einlauf war Spitzenklasse und von der Durchführung her nahe an der Perfektion. Der folgende Support war abwechslungsreich, stimmgewaltig und wurde von wirklich der gesamten Kurve getragen. Weniger schön hingegen waren die antiziganistischen Beleidigungen von beiden Seiten und und auch die zwei „Großungarn“-Banner auf der Gegengeraden hätten echt nicht sein müssen.

Interessant anzusehen war, dass die Hools von Ferencváros fernab der Ultrakurve im den Gästefans am nächsten gelegenen Block standen und offensichtlich auch geneigt waren, von dieser strategischen Nähe Gebrauch zu machen. Die Stiernacken, die im Gegensatz zur Kurve nicht in Vereinsfarben, sondern fast durchweg schwarz gekleidet waren und sich vergleichsweise wenig am Support beteiligten, versuchten nämlich gleich bei der ersten sich bietenden Gelegenheit – dem frühen, aber verdienten Führungstreffer der Gäste in der 4. Minute – einen Blocksturm. Die Ordner_innen konnten sie jedoch aufhalten. Für mich überraschend war zu diesem Zeitpunkt im gesamten Stadion keinerlei Polizei zu sehen, und auch in dieser Situation griff sie nicht ein. Das nenne ich mal tatsächlich deeskalativ.

Der Újpest-Block drehte nach dem Tor natürlich völlig durch. Die Gastgeber auf dem Feld und auf den Rängen schienen durch den Rückstand jedoch eher noch motiviert zu werden, denn beide drehten jetzt erst richtig auf. In der 25. Minute kam das Team zum mittlerweile ebenfalls verdienten Ausgleichstreffer, und spätestens jetzt war es ein wirklich sehr gutes Spiel, das sich nicht hinter den europäischen Topligen verstecken brauchte. In der 40. Minute dann hatte Ferencváros eine vierfache Großchance, wie ich sie bis jetzt so nur äußerst selten gesehen habe, doch Újpest konnte das Unentschieden bis zum Pausenpfiff halten.

In der Pause war in der Heimkurve zu sehen, dass es gleich wieder eine Choreo geben würde, die sich abermals als wirklich gut, wenn auch zumindest, zumindest was den Bastelteil angeht, weniger spektakulär als die erste herausstellte. Direkt im Anschluss jedoch brach die sprichwörtliche Hölle los und die gesamte Heimkurve verwandelte sich in ein einziges pyrotechnisches Inferno. Zwar hatte es auch vorher und sogar vor dem Anpfiff schon den einen oder anderen Böller und ein bisschen Pyro gegeben, doch das hier stellte locker fast alles in den Schatten, was ich in Deutschland jemals gesehen habe. Überall leuchtete, knallte und blitzte es minutenlang, während die ganze Kurve in Rauch und immer noch mehr Rauch gehüllt wurde. Dass dann just in diesem Moment Újpests Juanan ein Eigentor erzielte und so Fernecváros – oder Fradi, wie der Verein auch genannt wird – in Front brachte, war natürlich die Krönung und die Kurve legte pyrotechnisch nochmal eine Schippe drauf. Wer es nicht glaubt, kann gerne hier ein Video ansehen.

Spätestens als in der 77. Minute auch noch das 3:1 für die Gastgeber fiel, war die Stimmung auf den Rängen absolut ausgelassen – jedenfalls im Heimbereich. Der Újpest-Block dagegen begann langsam aber sicher auszuticken und auch die Fradi-Hools schienen richtig Bock zu haben. Bevor jedoch irgendetwas passieren konnte strömten urplötzlich und sagenhaft schnell Polizeiketten vor alle drei Kurven. Von der Ultrakurve zogen sie sich jedoch umgehend zurück, als sie merkten, dass dort eher Feiern als Randalieren angesagt war – auch hier wieder super deeskalativ die Cops. Vor dem Gästeblock wurden sie jedoch mit fliegenden Sitzschalen empfangen und antworteten prompt mit Pfefferspray. Kurz darauf stürmte die Polizei den Block und trieb alle Gästefans unsanft nach draußen. Die Hools auf der anderen Seite hatten es unterdessen tatsächlich geschafft zum Abpfiff des Spiels auf die Laufbahn vor dem Block zu gelangen. Doch statt Richtung Újpest und Polizei zu stürmen, liefen sie direkt zur Mannschaft und halfen den Spielern ihre Trikots auszuziehen. Jetzt kamen auch aus der Heimkurve Hunderte Fans auf das Spielfeld geströmt. Die Polizei jedoch war wachsam und verhinderte durch eine Kette einmal längs über das Spielfeld, dass es doch noch zu „Feindkontakt“ kommen konnte. Auch wenn es einigen sicher in den Fingern gejuckt haben wird, dürfte die Jubelarie auch ohne viele Handgreiflichkeiten allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich persönlich jedenfalls werde wohl noch auf Monate hinaus geflasht sein von meinem ersten Budapester Derby.

F#072

Song zum Spiel: Daniel Sentacruz Ensemble – „Soleado“

Continue reading