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Tennis Borussia Berlin – SC Staaken 3:2 (2:1)

Freitag, 13.09.2013, 19 Uhr, Mommsenstadion, Berlin, Berlinliga (7. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 361 (offiziell)

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Der geilste Club der Welt zu Gast im Mommse. Da musste ich natürlich hin. Die Gäste vom dörflichen Rand Berlins konnten mit den Gastgebern jedoch zu keinem Zeitpunkt wirklich mithalten. TeBe war nach vorne ganz klar das bessere Team und hätte locker und leicht noch mehr Tore schießen können. Dass Staaken überhaupt zu zwei Toren kam, lag nur an haarsträubenden Abwehrfehlern auf Seiten der Lila-Weißen. Sei es drum und Schwamm drüber. Am Ende reichte es zum Heimsieg und zum Festsetzen im oberen Tabellendrittel. Guter Auftakt zu einem fußballreichen Wochenende.

F#066

Song zum Spiel: Village People – „Macho Man“

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Berliner AK 07 – SV Babelsberg 03 3:1 (1:1)

Samstag, 24.08.2013, 13:30 Uhr, Poststadion, Berlin, Regionalliga Nordost (4. Spieltag, 4. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 1826 (offiziell)

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Wie so oft, wenn der Publikumsandrang groß ist, war der BAK auch heute leicht überfordert. Bei Anpfiff war zwar im Heimbereich offenbar schon das Bier alle, wie jemand beklagte, aber dafür waren noch lange nicht alle Zuschauer_innen im Stadion. Das Spiel war dafür äu0erst sehenswert und für die Regionalliga auf gutem Niveau. Ds war ja aber auch nicht anders zu erwarten, denn immerhin empfing hier der Geheimfavorit die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison zu einem echten Spitzenspiel. Babelsberg war zu Beginn leicht überlegen und ging folglich auch in Führung. Der Ausgleich für den BAK folgte jedoch auf dem Fuße und war Resultat eines Torwartfehlers. Offenbar sah Torhüter Gladrow das anders, denn er stürmte wutentbrannt aus dem Tor und in den jubelnden Haufen BAK-Spieler. Laut Schiedsrichter hat er dort irgendwem eine gelangt und dafür dann auch zurecht Rot gesehen. Allerdings wurde in der Folge auch er zu Boden geschubst. Dass diese Tat vollkommen ungeahndet blieb, sorgte selbst im Heimbereich für große Verwunderung. Nachdem die Gäste nun also dezimiert waren, hatten die Berliner leichtes Spiel und erhöhten mehr oder minder mühelos auf 3:1. Ohne den Platzverweis wäre es sicher ein deutlich spannenderes Spiel gewesen, aber sei es drum. Die Gästefans auf der Sonnenseite des Schmuckkästchens zwischen Wald und Knast schienen dennoch bester Laune zu sein, warfen mit Schuhen, klettern auf den Zäunen herum und purzelten teilweise von ihnen herunter. Sehr schön und auch erwähnenswert auch ihr „Refugees Welcome“-Spruchband. Schöne Grüße nach Hellersdorf!

F#062

Song zum Spiel: Die Kassierer – „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“

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Tennis Borussia Berlin – Hertha 03 Zehlendorf 1:1 (1:0)

Freitag, 23.08.2013, 19 Uhr, Mommsenstadion, Berlin, Berlinliga (4. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 412 (offiziell)

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Freitagabendspiele in unteren Klassen sind zumindest in unteren Ligen immer etwas Besonderes – schon alleine wegen des sonst so seltenen Flutlichts. Da zudem mit der kleinen Hertha eines der Topteams der Liga und gleichzeitig der ewige Aufstiegsfavorit zu Gast war, sprach eigentlich alles für ein gutes Spiel. Die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Tatsächlich gab es eine Partie auf für die Berlinliga hohem Niveau mit Chancen auf beiden Seiten. Das etwas glückliche 1:0 für TeBe erzielt – wer auch sonst? – Michael Fuß per Nachschuss, den er aber nicht einfach in die Maschen hämmerte. Vielmehr umkurvte er stilecht den am Boden liegenden Torwart und schob den Ball locker und lässig über die Linie. Danach jedoch war Hertha das klar bessere Team und der Ausgleich rein von der Leistung her absolut verdient. Ob es auch sportlich verdient war, darüber ließe sich streiten. Immerhin flogen kurz vor Schluss noch zwei Spieler der Gäste mit Gelb-Rot beziehungsweise Rot vom Platz. Für sonderlich viel Sportlichkeit spricht das nicht gerade. Wer oder was genau jedoch die Rudelbildung nach Abpfiff ausgelöst hat, ließ sich aus der Ferne nicht erkennen. Mit dem erneuten Unentschieden haben beide Teams einen eher durchwachsenen Saisonstart hingelegt, obwohl sie durchaus das Potential zu mehr zu haben scheinen. Mal schauen, was die Saison noch so bringt…

F#061

Song zum Spiel: The Moldy Peaches – „Anyone else but you“

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FC Internationale – Adlershofer BC 2:2 (0:0)

Sonntag, 11.08.2013, 12:15 Uhr, Sportplatz Monumentenstraße, Berlin, Landesliga Staffel 2 (1. Spieltag, 7. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 80

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Was gibt es Schöneres als Sonntags aus dem Bett zu fallen, das Badezimmer kurz zu streifen und dann das spärliche Frühstück aus Kaffee und Simit in der S-Bahn einnehmend direkt mal zu einem Fußballspiel in der 7. Liga zu fahren? Wahrscheinlich einiges, aber für andere Hobbys bin ich offenbar einfach zu blöd. Dem FC Internationale und seinem leicht abschüssigen Sportplatz in Schöneberg wollte ich jedoch schon lange mal einen Besuch abstatten. Immerhin ist der Club mit seinen rund 33 Jahren so etwas wie das Urgestein unter den alternativen Fußballvereinen Berlins und einer von den wenigen, die dieses Label auch wirklich verdienen. Statt Werbung etwa steht der Slogan „No Racism“ auf den Trikots und die Jugendarbeit ist mit „vorbildlich“ nicht einmal ansatzweise adäquat beschrieben. Interessanterweise ließ sich das Anders-Sein auch auf dem Spielfeld beobachten. Wo es auf Seiten der Gäste ein „Gut gemacht!“ für begangene Fouls gab, gab es bei Internationale nach Gegentoren ein „Positiv bleiben!“ zu hören. Statt mit übertriebener Härte wie bei Adlershof, wurde versucht Probleme mit spielerischen und weitgehend fairen Mitteln zu lösen. Immer ging das nicht gut. Das zweite Gegentor resultierte aus einem glasklaren Abwehrfehler, doch war es auch der selbe Spieler, der an seinem kahlen Schädel leicht zu erkennende David Karaschewitz, der mit einem traumhaft in den Winkel gehämmerten direkten Freistoß den Fehler auch gleich wieder ausbügelte. Am Ende war der Punktgewinn für die Gastgeber somit sicher ein wenig glücklich, aber dennoch hochverdient. Immerhin hatten sie ein deutliches Chancenplus auf ihrer Seite und waren vor allem in der ersten Hälfte, in der Adlershof noch nicht wirklich anwesend wirkte, das bessere Team. Überhaupt dürfte es Absteiger Adlershof bei seiner Spielweise schwer haben, nicht direkt durchgereicht zu werden, denn wenn sie weiter so in die Zweikämpfe gehen, werden sie im Laufe der Saison immer wieder auf etliche Spieler durch Sperren und Verletzungen verzichten müssen.

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Song zum Spiel: Otis Redding – „Sitting on the Dock of the Bay“

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Tennis Borussia Berlin – Berliner SC 1:1 (0:0)

Samstag, 10.08.2013, 14 Uhr, Mommsenstadion, Berlin, Berlinliga (1. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 406 (offiziell)

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Die neue Saison begann gar nicht mal schlecht für TeBe. Immerhin war das Team gegen eines der besten Teams des Vorjahres die glasklar bessere Mannschaft und hatte eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen. Das Tor der Gäste war dagegen doch zumindest abseitsverdächtig und resultierte aus einer von nur wenigen überhaupt herausgespielten Chancen. Um es klar zu sagen – der Berliner SC war gut, aber TeBe war tatsächlich besser, und damit ist nicht nur Neuzugang und Lichtgestalt Michael Fuß gemeint, der natürlich das erste Saisontor der Lila-Weißen erzielte. Das Team wirkt überhaupt eingespielter, als das Vorjahresteam es selbst am Saisonende tat. Der zwei verschenkten Punkte zum trotz dürfte TeBe in dieser Saison deutlich weniger mit dem Abstieg zu tun haben als im Vorjahr und das alleine ist schon mal sehr beruhigend. Als Bonus gab es im Heimblock nach den Vorfällen des vergangenen Wochenendes noch eine Solitapete für Babelsberg und gegen Lok Leipzig.

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Song zum Spiel: Modenine – „Boom Bap“

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MSV Normannia 08 – FC Brandenburg 03 2:2 (2:1)

Mittwoch, 31.07.2013, 19 Uhr, Sportplatz Königshorster Straße, Berlin, Testspiel (Männer)

Zuschauer_innen: 45

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Eigentlich wollte ich ja das von der FußballWoche angekündigte Testspiel von Normannias Zweiter gegen die Zweite von Eintracht Südring gucken, aber das war wohl schon einen Tag vorher, wie mir die Dame am Süßwarenstand versicherte. Na gut, dann gucke ich halt die Erste gegen den FC Brandenburg, dachte ich mir. Gegen höherklassigen Fußball habe ich ja nun echt nichts einzuwenden und die Gäste gehören durchaus zu den ambitionierteren Teams in der 2. Staffel der Landesliga. Die Gastgeber dagegen peilen in der Kreisliga A den Aufstieg an oder zumindest sollten sie das wohl, denn wer gegen einen zwei Klassen höher spielenden Gegner so schnell mit 2:0 in Führung geht, darf durchaus Ansprüche anmelden. Die Gäste aus Charlottenburg schienen dann aber genug zu haben und spielten fortan in der Abwehr kompromisslos und im Angriff effektiv. Allein mit der Torausbeute wollte es nicht so recht hinhauen. Etliche Schüsse und vor allem viele gute Kopfbälle gingen knapp vorbei. Das Ganze spielte sich ab vor der charmanten Kulisse des Märkischen Viertels, dem Viertel, in dem Sido aufgewachsen ist. Die Sportanlagen im MV sind allerdings alles andere als Ghetto. Beachvolleyballfeld, Baseballfeld, zwei Kunstrasenplätze für den Fußball und so weiter und so fort. Da dürfte manch anderer_m die Kinnlade runterklappen. Dazu noch fachkundige Diskussionen über den Berliner Fußball am Spielfeldrand. Was will ich mehr an einem Mittwochabend?

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Song zum Spiel: Sido – „Mein Block“

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BFC Dynamo – 1. FC Magdeburg 2:0 (0:0)

Samstag, 20.07.2013, 14 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen, Berlin, Freundschaftspiel (Männer)

Zuschauer_innen: 602 (offiziell)

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So richtig wohl fühlte ich mich nicht beim BFC. Dafür war die Quote an Thor Steinar und an Nazi-T-Shirts dann doch zu hoch, und mir wurde bewusst, dass ich als Nicht-Weißer dort wahrscheinlich nicht so relativ problemlos in der Menge hätte untergehen können. Diese krasse Kartoffelhegemonie steht echt in derbem Widerspruch zu meinem üblichen Wohnumfeld. Dabei liegt auch das rein geographisch gesehen im ehemaligen Ostteil der Stadt. Die überwucherten Kurven des Stadion und das allgemein recht ramponierte Sportforum finde ich dagegen echt charmant. Das Spiel dagegen war wirklich kacklangweilig, was wohl aber auch an den hochsommerlichen Temperaturen lag. Da hätte ich auch keinen Bock auf körperliche Anstrengung gehabt. Was bleibt ist das ungute Gefühl, dass mir etliche von den Menschen, die heute neben mir standen, unter anderen Umständen gerne die Fresse poliert hätten. Bei aller unlogischer Sympathie für den BFC als wichtigem Teil der Berliner Fußballgeschichte freue ich mich doch sehr, wenn ich dort nicht so schnell wieder hin muss.

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Song zum Spiel:  Neil Young – “The Needle and the Damage Done”

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