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1. FC Union Berlin – Erzgebirge Aue 1:0 (0:0)

Sonnstag, 27.10.2013, 13:30 Uhr, Stadion an der Alten Försterei, Berlin, 2. Bundesliga (12. Spieltag, 2. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 20541 (offiziell)

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Bei aller fehlenden Sympathie für den 1. FC Union muss ich doch sagen, dass ihr Stadion zu den schönsten seiner Größenordnung hierzulande gehört, und auch die verkehrstechnisch ungünstige Lage ist dank des dadurch pittoresken Spaziergangs durch den Wald oder entlang der trüben Wuhle irgendwie charmant. Die Vereinslieder dagegen sind schrecklich – egal ob jetzt diese Pseudo-Rammstein-Kacke mit Nina Hagen oder diese neue Softrocknummer, wo irgendeinem „Eisernland“ die Rede ist. Aber sei es drum. Wirklich gute Fußballlieder gibt es ja ohnehin vergleichsweise wenige. Das Spiel selbst verläuft auf okayem Zweitliganiveau, wobei Union klar besser ist und auch verdient gewonnen hat. Der Auer Anhang im Gästeblock machte eine vergleichsweise gute Figur und war tatsächlich ein paar mal bis zum anderen Ende des Stadions zu hören. Der Support von Union wirkte dagegen nur so halb motiviert und für ein Heimspiel eigentlich zu lasch. Nach dem Spiel dann noch einem Stiernacken mit Thor Steinar-Jacke begegnet, der offenbar vom Stadion, aber ist halt Ostberlin und mit der rigorosen Abgrenzung nach Rechts haben sie es an der Alten Försterei ja auch nicht immer so.

F#079

Song zum Spiel: Smoke Blow – „Iron in my Soul“

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SV Babelsberg 03 – Hallescher FC 0:1 (0:0)

Sonntag, 26.08.2012, 14 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam, 3. Liga (6. Spieltag, 3. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 4379 (offiziell)

Im Karli war ich ehrlich gesagt schon länger nicht mehr, obwohl sich in der 3. Liga ja reihenweise spannende Vereine tummeln. Nach den guten Leistungen bisher war ich auch sehr gespannt auf den Aufsteiger aus Halle, doch so richtig überzeugen konnte der genauso wenig wie die Gastgeber. Dass Halle am Ende als Sieger vom Platz ging, war nicht wirklich unverdient, aber wirklich verdient zu gewinnen hatte eigentlich keins der beiden Teams. Richtig scheiße waren dagegen die homophoben Gesänge und »Asylanten»-Rufe großer Teile der Gästekurve.

F#010

Song zum Spiel: Depeche Mode – »Enjoy The Silence«

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Hertha BSC III – SFC Friedrichshain 5:0 (0:0)

Sonntag, 26.08.1012, 10 Uhr, Sportplatz Lüderitzstraße, Berlin, Bezirksliga Staffel 2 (3. Spieltag, 8. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 40

Sonntagvormittag ist nicht unbedingt die schönste Fußballzeit und leider war der Kaffee von der Bäckerei um die Ecke vom Sportplatz auch nicht wirklich gut. Außerdem ist es ohnehin äußerst fragwürdig, ob eine Straße und ein Sportplatz im Jahre 2012 noch nach einem Mann benannt sein müssen, auf den die deutsche Kolonialherrschaft in Süd-West-Afrika zurückgeht, die im Völkermord an den Herero und Nama gipfelte. Ein derart hübscher Ground mit Naturrasen hätte wirklich einen schöneren Namen verdient… Das Publikum, das vor allem aus Alt-Herthaner_innen besteht, bekommt in der ersten Hälfte auch nicht viel geboten. Da bleibt viel Zeit für Klönschnack und Anekdoten. In der zweiten Hälfte drehen die »Amateure Zwee« dann gewaltig auf und schießen ihre durch eine gelb-rote Karte schon frühzeitig dezimierten Gegner förmlich in Grund und Boden. Vor allem der Flugkopfballlupfer zum 1:0 war echt sehenswert.

F#009

Song zum Spiel: Hurts – »Wonderful Life«

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FC Energie Cottbus – FC St. Pauli 2:0 (1:0)

Samstag, 25.08.2012, 13 Uhr, Stadion der Freundschaft, Cottbus, 2. Bundesliga (3. Spieltag, 2. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 10.000 (offiziell)

Die Anreise per Bus war überaus komfortabel und das Stadion ist durchaus eines der Schöneren in diesem Land, aber dafür ist die Akustik echt mies und die Einlasskontrollen massiv übertrieben. Dafür gab es Gäste aus Babelsberg und von Hapoel Tel Aviv. Auf dem Platz war Cottbus dann erwartet stark und St. Pauli unerwartet schwach. Das 2:0 war daher vollkommen in Ordnung und leider auch leistungsgerecht. Insgesamt eher so ein Spiel zum Abhaken…

F#008

Song zum Spiel: Taio Cruz feat. Ludacris – »Break Your Heart«

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NSCC Trabzonspor – BSV Hürriyet Burgund 3:1 (0:0)

Mittwoch, 22.08.2012, 19 Uhr, Jubiläumssportplatz, Berlin, Landesliga Staffel 1 (2. Spieltag, 7. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 60

In Neukölln südlich der Ringbahn kenne ich mich wirklich nicht sonderlich gut aus. Zum Glück wurde das Spiel später angepfiffen, denn sonst wäre ich nach meinem kleinen Umweg, der mich auch an der Al-Nur-Moschee vorbeiführte, vor der am Wochenende noch die Rechtspopulist_innen von Pro Deutschland demonstriert hatten, sicher viel zu spät gekommen. Verpasst hätte ich allerdings weng, denn die Partie zwischen zwei Berlinligaabsteigern wirkte in der ersten Hälfte eher wie Not gegen Elend. In diesem Zustand spielen beide Teams bestenfalls gegen den Abstieg. Allerdings schienen beide auch nicht in Bestbesetzung zu spielen und zumindest bei den Gästen hatten doch etliche Spieler reichlich schütteres oder graues Haar. Nach der Pause drehte Trabzonspor dann auf und Murat Akcesme gelang sogar ein lupenreiner Hattrick. Hürriyet Burgund gelang wenigstens der Ehrentreffer, aber landesligareif war heute keines der beiden Teams.

F#007

Song zum Spiel: P.O.S. – »Bumper«

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SV B.W. Berolina Mitte – VfB Hermsdorf II 4:1 (1:1)

Sonntag, 19.08.2012, 14 Uhr, Sportplatz Auguststraße, Berlin, Bezirksliga Staffel 2 (2. Spieltag, 8. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 50

Da es heute eh zu heiß für körperliche Ertüchtigung war und bei diesem Wetter die Parks für gewöhnlich zum Bersten gefüllt sind, sprach einiges dafür, dem Verein in meinem Kiez mal einen Besuch abzustatten und gemütlich im Schatten abzuhängen. Das Spiel war für die ersten 40 Minuten dann auch eher ein lauer Sommerkick, doch dann kam plötzlich Leben in die Bude. Die Gastgeber machten das 1:0 und die Gäste glichen umgehend aus. Nach der Pause zeigte sich aber dann doch deutlich dass hier ein Landesligaabsteiger gegen ein Team spielte, der letzte Saison nur knapp die Klasse hatte halten können. Das 4:1 am Ende war hochverdient. Und weil er wohl gestern in der Sportschau gesehen hatte, wie sein Kollege beim Spiel zwischen Aachen und Gladbach Trinkpausen einlegen ließ, damit die Spieler nicht dehydrieren, machte auch der junge Schiedsrichter bei diesem Spiel diese neue Modewelle mit. Ich finde dann Club Mate doch spannender…

F#006

Song zum Spiel: Grimes – »Oblivion«

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Berliner AK 07 – TSG 1899 Hoffenheim 4:0 (3:0)

Sonntag, 18.08.2012, 15.30 Uhr, Poststadion, Berlin, DFB-Pokal (1. Hauptrunde, Männer)

Zuschauer_innen: 1468 (offiziell)

Langer Tag in Berlin. Erst kurz beim Vegan-Vegetarischen Sommerfest auf dem Alexanderplatz reingeschaut, dann im Wedding Pro Deutschland und die German Defence League ausgelacht und dann endlich ab zum Fußball. Auf dem Weg zum Poststadion dann noch versucht eine Abkürzung zu nehmen und eine Viertelstunde durch den Wald geirrt, aber dennoch zehn Minuten vor Anpfiff im Stadion gewesen. Die ersten Minuten zu verpassen wäre auch echt schade gewesen, denn nach nur 3 Minuten steht es 1:0 für den Außenseiter, bald darauf 2:0 und zur Pause gar 3:0. Nach dem Seitenwechsel haut Wiese einen Abschlag direkt zu einem Gegenspieler und plötzlich steht es 4:0. Die Pokalsensation ist perfekt! Hoffenheim wirkt desolat, lächerlich, erbarmungswürdig, und die paar hundert Hoffenheimer Fans, die vor Anpfiff noch ein »Auf ein schönes Jahr«-Transpi hochgehalten hatten, gehen sich blockintern gegenseitig ans Leder und müssen von der Polizei beruhigt werden. Auf dem Rückweg dann noch am Hauptbahnhof noch Sticker von pi-news entfernt, aber leider immer noch keinen neuen Ballesterer gefunden.

F#005

Song zum Spiel: Run DMC – »Down With The King«

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