Tagged: saison 2013/14

Tennis Borussia Berlin – BSV Al-Dersimspor 4:1 (2:0)

Freitag, 15.11.2013, 19 Uhr, Mommsenstadion, Berlin, Berlinpokal (3. Runde, Männer)

Zuschauer_innen: 219 (offiziell)

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Song zum Spiel: Lassie Singers – „Hamburg“

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1. FC Union Berlin – Erzgebirge Aue 1:0 (0:0)

Sonnstag, 27.10.2013, 13:30 Uhr, Stadion an der Alten Försterei, Berlin, 2. Bundesliga (12. Spieltag, 2. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 20541 (offiziell)

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Bei aller fehlenden Sympathie für den 1. FC Union muss ich doch sagen, dass ihr Stadion zu den schönsten seiner Größenordnung hierzulande gehört, und auch die verkehrstechnisch ungünstige Lage ist dank des dadurch pittoresken Spaziergangs durch den Wald oder entlang der trüben Wuhle irgendwie charmant. Die Vereinslieder dagegen sind schrecklich – egal ob jetzt diese Pseudo-Rammstein-Kacke mit Nina Hagen oder diese neue Softrocknummer, wo irgendeinem „Eisernland“ die Rede ist. Aber sei es drum. Wirklich gute Fußballlieder gibt es ja ohnehin vergleichsweise wenige. Das Spiel selbst verläuft auf okayem Zweitliganiveau, wobei Union klar besser ist und auch verdient gewonnen hat. Der Auer Anhang im Gästeblock machte eine vergleichsweise gute Figur und war tatsächlich ein paar mal bis zum anderen Ende des Stadions zu hören. Der Support von Union wirkte dagegen nur so halb motiviert und für ein Heimspiel eigentlich zu lasch. Nach dem Spiel dann noch einem Stiernacken mit Thor Steinar-Jacke begegnet, der offenbar vom Stadion, aber ist halt Ostberlin und mit der rigorosen Abgrenzung nach Rechts haben sie es an der Alten Försterei ja auch nicht immer so.

F#079

Song zum Spiel: Smoke Blow – „Iron in my Soul“

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Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg 1:1 (1:0)

Samstag, 19.10.2013, 11:45 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam, Bundesliga (6. Spieltag, 1. Liga, Frauen)

Zuschauer_innen: 3060 (offiziell)

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Von einem Spitzenspiel zum nächsten. Diesmal allerdings einige Ligen höher und viel mehr Spitzenspiel geht wohl kaum. Immerhin gehören beide Teams mindestens zu den besten vier Europas, wenn nicht der Welt. Das noch sehr junge Team der Gastgeberinnen setze dabei die Triple-Gewinner_innen aus Wolfsburg mir seiner aggressiven Spielweise von Beginn an stark unter Druck und ging zurecht in Führung. Irgendwann ließen dann aber die Kräfte nach und bei Wolfsburg blitzte die individuelle Klasse der Spielerinnen auf. Vor allem Alexandra Popp wirkte in beeindruckender Weise physisch präsent und ich erwischte mich bei dem Gedanken, dass ein Team, in dem nur Alexandra Popps auf dem Feld stehen, wahrscheinlich schwer zu schlagen wäre. Achja, apropos schlagen. Diese Trommel-Freaks auf der Tribüne bei Turbine nerven wirklich ohne Ende. Nicht nur ist ihr Liedgut altbacken und die Art wie sie es vortragen von dem Gegenteil von Euphorie geprägt, sie pöbeln auch zwischen ihren semi-musikalischen Einlagen in einer von jeglicher Fachkenntnis völlig unbeleckten Art und Weise, wie sie selbst in der Kreisliga fehl am Platz wäre. Da kann einer_m sogar an so einem guten Spiel die Lust vergehen aber mal echt.

F#078

Song zum Spiel: Wolves in the Throne Room – „Queen of the Borrowed Light“

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Tennis Borussia Berlin – BSV Eintracht Mahlsdorf 2:1 (2:0)

Freitag, 18.10.2013, 19:30 Uhr, Mommsenstadion, Berlin, Berlinliga (11. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 526 (offiziell)

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Zurück aus Wien ging es nach ein paar Tagen Zwangspause gleich mit einem echten Knaller weiter. Tennis Borussia erwartete nämlich mit Eintracht Mahlsdorf einen der Ligafavoriten zum Spitzenspiel. Schon Wochen vorher war die Werbetrommel für die Begegnung gerührt worden und so kamen tatsächlich über 500 zahlende Gäste zu dem Freitagabendspiel unter Flutlicht. Auch auf dem Rasen hielt das Spiel, was das Wort „Spitzenspiel“ verspricht und das am Ende sogar noch das richtige Team als Sieger vom Platz ging, ist natürlich umso besser. Spielentscheidend war wieder einmal Micha Fuß, der das 1:0 nach einer Ecke per Kopf erzielte und das 2:0 mit einem Freistoß ans Gebälk vorbereitete. TeBe machte lange nicht mehr so viel Spaß wie in dieser Saison.

F#077

Song zum Spiel: John Newman – „Love me again“

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SV Vorwärts Brigittenau – WBC IX 2:0 (0:0)

Samstag, 13.10.2013, 10:30 Uhr, WAF Gruabn, Wien (Österreich), 1. Klasse B (7. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 60 (offiziell)

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Brigittenau ist der 20. Bezirk Wiens und dieser liegt – auch wenn sich das mathematisch jetzt nicht so automatisch erschließt – gleich neben dem 9. Bezirk, aus dem die Gäste an diesem Spieltag kamen. WBC steht übrigens für „Wiener Bewegungssportclub“, wobei Bewegungssport bestimmt in Abgrenzung zu Schach, Doppelkopf und Hallenhalma gedacht ist. Die Gastgeber sind eigentlich nur die Nummer 2 in Brigittenau. Die Nummer 1 ist der Verein WAF alias „Wiener Athletik Fußball“, nach denen der Platz benannt ist und der 1914 immerhin mal österreichischer Meister war. Nach dem Tod eines eher halbweltlichen Präsidenten in den Neunziger Jahren wurde der Verein aus finanziellen Gründen abgewickelt und kehrte erst 2010 wieder zurück in den Spielbetrieb, wo er gegenwärtig in der Oberliga B, also eine Liga höher als Vorwärts spielt. Eine große Rivalität scheint es ohnehin nicht zu geben. Immerhin teilen die Vereine sich ja auch Sportplatz und Vereinsheim. Der Sportplatz liegt tatsächlich in einer Art Grube oder Gruabn und ist umgeben von einem windschiefen Wellblechzaun, der wiederum von etwas altersschwachen Mietskasernen umgeben ist. Ich konnte sofort nachvollziehen, warum ein Local mir erzählt hatte, dieser Platz seiner der charmantesten Wiens.

Das Spiel war dann wie zu erwarten auf Berliner Kreisliganiveau, aber dennoch vergleichsweise fair. Der Schiedsrichter hingegen schien mit Peter Lustig geduscht zu haben. Der Elfmeter, den er den Gastgebern zusprach und den diese faierweise in den Himmel über Wien jagten, war wirklich lächerlich. Wenn es in der Situation ein Foul gegeben haben sollte, was zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist, dann war das immer noch deutlich außerhalb der Sechzehners. So etwas habe ich bislang echt selten miterlebt. Wirklich sehenswert waren eigentlich nur zwei Spieler – einmal Ivica Stanic bei Vorwärts, der nicht nur durch seine grauen Haare, sonderna uch durch seine für diese Spielklasse viel zu gute Ballbehandlung auffiel. Wenn meine Recherchen richtig sind, hat er wohl tatsächlich mal Anfang der Neunziger für den Wiener Sportclub Bundesliga gespielt. Zuzutrauen wäre es ihm von Alter und Technik her allemal. Auf der Gegenseite hingegen war der ebenfalls schon reichlich in die Jahre gekommene Sener Altunas, ein Schlitzohr, das mit wirklich allen Wasser gewaschen ist und allein in diesem Jahr schon beim vierten Verein spielt. Scheint nicht unbedingt der einfachste Typ Spieler zu sein, aber er macht offenbar noch immer seine Tore und dafür sind Stürmer_innen ja da…

Nach dem Spiel ging es dann weiter Spazieren auf der Donauinsel und Kaffee trinken im Café einer Galerie in einem Park, um die Zeit bis zum zweiten Spiel des Tages herumzukriegen. Groundhopping ist schon ein seltsames Hobby…

F#075

Song zum Spiel: Wu-Tang Clan – „Gravel Pit“

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Wiener Sportklub – 1. SC Sollenau 2:3 (1:0)

Samstag, 12.10.2013, 18 Uhr, Sportclub-Platz, Wien (Österreich), Regionalliga Ost (11. Spieltag, 3. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 1191 (offiziell)

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Da an dem Wochenende, an dem ich in Wien war, die obersten zwei Ligen der Männer Spielfrei hatten, war ein Spiel in der Regionalliga schon das höchste der Gefühle. Da aber der Sportklub und vor allem die legendäre Friedhofstribüne ohnehin auf der Liste, der abzuhakenden Fußballerlebnisse standen, passte das schon. Die unerwartet steile Tribüne und der ebenfalls unerwartet steile Friedhof dahinter sind auch wirklich eine Attraktion wie auch sonst das ganze Stadion mit seiner doch eigenwilligen Architektur und dem kubischen Wohnbau, der direkt ans Feld grenzt und von dessen Balkons aus die Nachbar_innen dem Spiel folgten. Das über alledem auch noch ein kompletter Regenbogen schwebte, machte das Erlebnis beinahe unwirklich kitschig.

Das Spiel war durchaus auf solidem Berlinliganiveau, der Support dagegen eher sparsam – wobei die Gesänge über Tannen und Berge, die sich der Gästekeeper Weidi anhören musste, mich schon zum lachen brachten. Am Ende war ich jedoch froh, dass der Sportklub nicht mein Verein ist, denn wenn ein Team, dem ich mit dem Herzen folge, sich so desolat präsentieren würde wie der WSK an diesem Tag gegen den Abstiegskandidaten aus Niederösterreich, dann wäre ich echt fuchsteufelswild geworden. Auch so entfuhr mir schon der eine oder andere wüste Fluch. Wie kann ein Team 2:0 führen und sich dann in weniger als einer Halbzeit so dermaßen die Butter vom Brot nehmen lassen und in der Nachspielzeit noch das 2:3 kassieren? Dass der Trainer umgehen das Handtuch warf, kann ich nachvollziehen und halte für richtig. Prompt gab es für den Sportklub, der inzwischen die rote Laterne von Sollenau übernommen hatte, am nächsten Spieltag gleich einen 3:0 Auswärtssieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Aber das ist eine andere Geschichte – genau wie die vom Rest des Abends im The Flag, der Fankneipe in den Innereien der Friedhofstribüne…

F#074

Song zum Spiel: Ween – „The Rainbow“

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SV Tasmania Berlin – Tennis Borussia Berlin 3:3 (2:1)

Sonntag, 06.10.2013, 14 Uhr, Werner-Seelenbinder-Sportpark, Berlin, Berlinliga (10. Spieltag, 6. Liga, Männer)

Zuschauer_innen: 334 (offiziell)

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Ein einziges Hin und Her war das. Dreimal ging Tasmania, besser bekannt als schlechtester Bundesligist aller Zeiten, in Führung. Dreimal glich TeBe wieder aus, wobei Micha Fuß gleich zweimal traf. Rein von den Chancen her wäre aber auch noch mehr drin gewesen, denn beide Teams waren in der Offensive um Längen besser als im Rückwärtsgang. Gegen Ende der ersten Hälfte zeigte Tasmanias Schlussmann Schelenz allerdings eine wunderschöne Flugeinlage, wie sie sonst unterhalb des Profifußballs selten zu sehen ist. Am Ende war es ein gerechtes Ergebnis, aber mit gerechten Ergebnissen ist ja meist niemand so richtig zufrieden…

Der Werner-Seelenbinder-Sportpark ist übrigens durchaus idyllisch gleich neben dem Tempelhofer Feld gelegen und verfügt auf beiden Gerade über mehrere Steinstufen, auf denen sogar teilweise Sitzschalen montiert sind. Ob es am Wimbledon-Charme des Grounds lag, dass der Support auf beiden Seiten eher verhalten ausfiel – wobei es mich doch überraschte, dass Tasmania überhaupt so etwas wie Fans hat – oder ob es am allgemeinen Sonntagskater lag, entzieht sich meiner Kenntnis. Nach dem Spiel ging es jedenfalls zu Fuß Richtung Sonnenallee ins Azzam, wo es bekanntermaßen das beste Hummus Neuköllns gibt. Der Schwarztee dort war übrigens auch um Längen besser als der labberige Kaffee bei Tasmania.

Achja, und Besuch aus Hamburg war auch da (siehe Song zum Spiel)…

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Song zum Spiel: Liga der gewöhnlichen Gentlemen – „Der fünfte Four Top“

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